Heilendes Naturmoor

Zu einem der wertvollsten Heilmittel von Bad Elster zählt das natürlich vorkommende Moor. Besonders die lang anhaltende Wärmespeicherfähigkeit und gesunde Naturbestandteile zeichnen das Moor aus. Es wird in Form von Packungen (warm oder kalt) und Bädern vor allem zur Unterstützung des Bewegungsapparates (Rheuma, Arthrose, Verletzungen) angewendet. Aber auch für die Frauenheilkunde sind die Pflanzenhormone des Moores ein äußerst wirkungsvolles Naturheilmittel.

Ihr Weg zur Moortherapie

Im Rahmen einer ambulanten Badekur erhalten Sie Mooranwendungen nach Verordnung durch einen unserer Badeärzte oder durch mitgebrachte Rezepte Ihres Haus-oder Facharztes. Sie können Moorbehandlungen aber auch privat als Einzelanwendung (Naturmoorvoll- und Teilbäder nur mit ärztlicher Verordnung) oder inkludiert in einem unserer Gesundheits- oder Kuraufenthalte Ihrer Wahl erwerben.

Moor Bäder & Packungen

Therapieanwendungen, wie Naturmoor-Ganzpackung / -Teilpackung, Moorkneten, Moortreten und weitere Einzalanwendungen finden Sie hier.

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Moor Klassiker

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Entstehung des Elsteraner Moores für Bäder und Packungen

Naturmoor, auch als Torf bzw. Peloid (griech. Pelos = Schlamm) bekannt, entsteht aus Pflanzenresten, die unter Luftabschluss in sehr wasserreichen Gebieten nicht vollständig zersetzt werden. Diesen Prozess bezeichnet man auch als Vertorfung bzw. Humifizierung. Der Grad der Humifizierung beeinflusst die Inhaltsstoffe und deren Konzentration, die zur Anwendung des Moores für medizinische Zwecke von Bedeutung sind.

Nach der Gewinnung des Frischtorfes aus den seit 1920 errichteten Moortaschen Bad Elsters wird dieser von allen groben Bestandteilen, wie Steinen und Holz befreit, gemahlen und je nach Gebrauch als „Packungs-“ oder „Bademoor“ mit Mineralheilwasser vermischt. Anschließend wird das „Bademoor“ erwärmt und zu den Wannen transportiert. Das Naturmoor zur Anwendung für Packungen wird auch erhitzt und für die Moorbehandlung aus einer Zapfstation gewonnen. Nun können Sie Ihre Mooranwendung in vollen Zügen genießen.

Gesundheitsfördernde Wirkung des Naturmoores

Huminstoffe: Die wertvolle therapeutische Bedeutung des Moores liegt wohl nicht nur am Zusammenspiel thermischer, biophysikalischer und biochemischer Vorgänge sondern vor allem in seiner ganzheitlichen Wirkungsweise. Durch den langwierigen Prozess der Entstehung verbleiben im Moor besonders wirkungsvolle Naturstoffe – darunter die Huminsäuren. Diesen Säuren wird eine antibakterielle, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde sowie schmerz- und krampflösende Wirkung zugeschrieben. Huminsäuren binden zudem Giftstoffe und steigern die Immunabwehr.

Wärmespeicher: Neben den Huminstoffen verfügt Moor über eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, die für eine gleichmäßige und schonende Überwärmung des Körpers sorgt. Dabei werden die Hautgefäße sanft erweitert, schlecht durchblutete Körperstellen und die inneren Organe besser mit Blut versorgt. Im Moorbad entsteht durch den Auftrieb ein Zustand der Schwerelosigkeit, der den Bewegungsapparat entlastet und die Muskelspannung verringert. Diese Eigenschaften des Naturmoores tragen zu einer sehr erfolgreichen therapeutischen Behandlung langwieriger Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (z.B. Rheuma, Arthrosen, bestimmte Formen des Weichteilrheumatismus etc.) bei.

Natürliche Pflanzenhormone: Für die Frauenheilkunde und Behandlung von Osteoporose hält das Naturmoor hochwirksame östrogenartige Inhaltsstoffe bereit. Diese natürlichen Hormone haben sich besonders bei Wechseljahresbeschwerden, Knochenschwund und Kinderwunsch sowie Sterilität bewährt. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Moorkur bei mehr als der Hälfte der Frauen mit Kinderwunsch gefruchtet hat.

 

Geschichte des Moores in Bad Elster

  • um 1818Erste richtige Moorbäder werden im „Gasthof zum Anker“ angeboten. Zunächst wird Torf in Bad Elster und Umgebung abgebaut, z.B. heutiger Gondelteich, Schwimmbad und Stadion.
  • bis ca. 1900Durch zunehmende Gästezahlen steigt der Bedarf an Moor. Daraus folgte: Ausbau der Badeanstalt – Abbau in Sohl, Rauner Grund – Erschließung weiter entfernter Lagerstätten möglich durch Eisenbahnwege in Sachsen
  • 1920/21Bau von 6 Moortaschen
  • ab 1931Wiederverwendung von abgesetztem Bademoor aus Moortaschen
  • 1932Bau 7. Moortasche
  • 1949–1986ganzjähriger Kurbetrieb, Bau weiterer 3 Moortaschen; Sammeln von Moor in Moortaschen zur Wiederverwendung nach ca. 10 Jahren Lagerzeit

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