MORBUS BECHTEREW

Morbus Bechterew ist eine nicht heilbare, rheumatisch-entzündliche Krankheit, die vor allem die Wirbelgelenke und die nahegelegenen Gelenke betrifft. Bei Morbus Bechterew richtet sich die körpereigene Immunabwehr gegen Knochen und Knorpel. Dabei versteifen und verknöchern die Wirbelgelenke nach und nach. Der Schweregrad und die Geschwindigkeit des Fortschreitens von Morbus Bechterew ist bei jedem Betroffenem unterschiedlich. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die Krankheit und verraten Ihnen, wie die Radontherapie in den Sächsischen Staatsbädern die Behandlung von Morbus Bechterew positiv unterstützt.

Was ist Morbus Bechterew?

Der lateinische Name von Morbus Bechterew lautet Spondylitis ankylosans, was so viel wie verbiegende oder versteifende Wirbelentzündung bedeutet. Die Krankheit betrifft die Wirbelsäule oder die Wirbelgelenke und in späteren Stadien auch die nahegelegenen großen Gelenke wie die Hüfte. Die Diagnose der Krankheit ist nicht einfach, da sie sich zunächst in Rückenschmerzen und Muskelverspannungen äußert und daher von Betroffenen lange nicht erkannt wird. Bei weiterem Fortschreiten wird der Bewegungsapparat eingeschränkt, da die Gelenke, meist im unteren Teil der Wirbelsäule beginnend, versteifen. Morbus Bechterew ist chronisch und bislang nicht heilbar. Allerdings gibt es verschiedene Therapieformen, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Beschwerden lindern.

Die Krankheit ist dank schriftlicher Überlieferungen und anthropologischer Untersuchungen bis mindestens in die Zeit von Pharao Ramses II (1304 - 1214 v. Chr.) belegt. Ausführlich beschrieben hat das Krankheitsbild allerdings erst Wladimir Bechterew im 19. Jahrhundert, weshalb die ankylosierende Spondylitis im Volksmund seinen Namen trägt.

Behandlung von Morbus Bechterew

Bereits erwähnt wurde, dass Morbus Bechterew aktuell nicht heilbar ist. Es gibt allerdings umfassende Therapiemaßnahmen, die deutliche Linderung der Schmerzen und ein Verlangsamen des Krankheitsfortschritts mit sich bringen. Die verschiedenen Therapiemethoden werden vom Arzt je nach Schwere und Ausprägung des Morbus Bechterew festgelegt und können miteinander kombiniert werden.

Bewegungstherapie

Für die Bewegungstherapie, deren Übungen täglich mindestens 20 Minuten erfolgen sollten, sind sanfte Sportarten wie Schwimmen, Langlauf, Wandern oder Radfahren empfehlenswert. Harte Sportarten wie Joggen, Tennis, Handball oder Fußball sind nicht zu empfehlen. Generell sollte bei jeder Sportart vermieden werden, auf Leistungsspitzen zu trainieren. Stattdessen ist ein sanftes und kontinuierliches Training erstrebenswert. Auch eine vom Arzt verschriebene spezielle Physiotherapie verschafft Abhilfe. Wärme-Kälte-Behandlungen oder eine Radon-Therapie im Rahmen einer Bäder-Therapie mit radonhaltigem Wasser lindern nachweislich Beschwerden bei Morbus Bechterew. Die Wirkung hält zudem mehrere Monate an.

Therapie bei Morbus Bechterew: Schwimmen
Behandlung bei Morbus Bechterew: Operation

Operation

Ein operativer Eingriff sollte stets als letzte Maßnahme in Betracht gezogen werden. Hier wird meist ein von Morbus Bechterew geschädigtes Hüftgelenk ersetzt. Eine OP ist auch denkbar, wenn Nerven durch die Versteifung der Gelenke geschädigt werden. In schweren Fällen von Vorwärtskrümmung, die der Wirbelsäulenverknöcherung geschuldet ist, kann die Wirbelsäule operativ aufgerichtet werden. So bekommen Betroffene wieder deutlich besser Luft und müssen zudem den Kopf nicht mehr übermäßig nach hinten neigen, um geradeaus sehen zu können.

Therapie von Morbus Bechterew mit dem natürlichen Heilmittel Radon

Eine Radontherapie lindert Schmerzen bei diversen Erkrankungen des Bewegungsapparates, so auch bei Morbus Bechterew. Wir, die Sächsischen Staatsbäder, greifen für die Radontherapien auf die Wettinquelle zurück, die in Bad Brambach an die Oberfläche sprudelt: Sie ist die weltweit stärkste bekannte Quelle mit dem natürlichen Heilmittel Radon.

Entdeckt wurde die Quelle vor über 100 Jahren. Seitdem werden Bäder- und Radontherapien als sanfte Therapiemethoden in Form von Bade- und Trinkkuren bei allerlei Beschwerden in den ärztlichen Maßnahmenplan integriert. Neben dem natürlichen Heilmittel Radon enthält das Quellwasser der Wettinquelle und weiterer Heilquellen in Bad Brambach außerdem Kohlensäure und verschiedene Mineralien wie beispielsweise Calcium und Natrium. Jede einzelne Komponente wirkt positiv auf den Körper.

Nachweislich hat radonhaltiges Wasser im Zusammenhang mit einer Badekur oder Trinkkur eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. In einem natürlichen Prozess zerfällt das Edelgas Radon nach einer gewissen Zeit. Das im Trink- und Badewasser enthaltene Radon wird über Haut und Magen-Darm-Trakt dank des Kohlensäuregehalts verstärkt aufgenommen. Zerfällt es nach der Aufnahme, so werden energiereiche Teilchen freigesetzt. Diese wiederum beseitigen eine Reihe an Funktionsstörungen und führen zur Stimulierung des Stoffwechsels. Außerdem aktivieren sie den Reparaturmechanismus körpereigener Zellen. Auch werden als Folge vermehrt Endorphine ausgeschüttet, die nachweislich Schmerzen und deren Wahrnehmung lindern.

entzündungshemmend
schmerzlindernd
stimuliert den Stoffwechsel
aktiviert den Reparaturmechanismus körpereigener Zellen

Radon-Trinkkur

Eine Trinkkur mit radonhaltigem Wasser hilft, die von der Entzündung und Zerstörung betroffenen Zellen zur Reparatur anzuregen. Sie unterstützt die Therapie, da die heilenden Bestandteile des Wassers direkt über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf aufgenommen werden und dort wirken.

Die weiteren Komponenten im Quellwasser unterstützen die Wirkung des Edelgases Radon. Hydrogencarbonat reduziert das Entzündungslevel bei Morbus Bechterew. Mangan ist an der Bildung von Knochen- und Knorpelzellen beteiligt und verstärkt zudem den Zellschutz. Auch Fluorid, als weiterer essenzieller Bestandteil des Heilwassers in Bad Brambach, ist nachgewiesenermaßen am Knochenaufbau beteiligt.

Radon-Badekur

Eine Badekur mit radonhaltigem Wasser besteht in der Regel aus 10 bis 12 Sitzungen im Vollbad und wirkt vor allem über unser größtes Organ: die Haut. Ihre Therapie wird dabei stets von unseren Badeärzten begleitet.

Die Linderung der Beschwerden hält nach Ende einer abgeschlossenen Radontherapie nach verschiedenen Expertenmeinungen bis zu neun Monate an. Insgesamt können auf diese Weise viele unserer Patienten ihren Medikamentenbedarf reduzieren.

Ursachen von Morbus Bechterew

Die Ursachen von Morbus Bechterew sind noch nicht vollends geklärt. Es wird eine Wechselwirkung zwischen bestimmten genetischen Anlagen und Umwelteinflüssen vermutet. Obwohl sich bei dieser Krankheit das körpereigene Immunsystem gegen sich richtet, zeigt Morbus Bechterew nicht die typischen Merkmale einer Autoimmunerkrankung. Einige Experten betiteln sie daher mit immunmediierter, autoentzündlicher Krankheit, also eine über das Immunsystem vermittelte Krankheit. Erbfaktoren, insbesondere der Genmarker HLA-B27 (Humanes Leukozyten Antigen B27), spielen eine Rolle beim Ausbruch der Krankheit, jedoch nicht zwangsläufig.

90 % aller von Morbus Bechterew betroffenen Personen tragen den Marker HLA-B27 in sich. Jedoch nur ein kleiner Teil aller, die diesen Marker in sich tragen, leiden an Morbus Bechterew. Neben dem HLA-B27 stehen außerdem auch die Genmarker ERAP1 und IL23R im Verdacht, den Ausbruch von Morbus Bechterew zu begünstigen. Letztendlich sind aber auch diverse Umwelteinflüsse sowie vorhergehende Infektionen Teil der Liste an Faktoren, die diese Spondylitis auslösen können.

Symptome von Morbus Bechterew

In der Regel beginnt der Krankheitsverlauf zwischen dem 15. und dem 35. Lebensjahr. Die Diagnose wird meist allerdings erst viele Jahre später gestellt, da Rückenschmerzen meist mit einer Fehlhaltung oder einseitiger Belastung erklärt werden und selten jemand gleich an Morbus Bechterew denkt. In der Regel beginnen die Beschwerden im Sakroiliitis, dem Kreuzdarmbeingelenk, also im unteren Rückenbereich und können in den gesamten Hüftbereich ausstrahlen. Typischerweise sind die Beschwerden vor allem in der zweiten Nachthälfte oder am Morgen, einhergehend mit einem Steifigkeitsgefühl, vorhanden – also besonders in einer liegenden und ruhenden Position. Je früher im Leben die Krankheit beginnt, desto schlechter ist die Prognose. Bei Männern ist der Krankheitsverlauf zudem tendenziell schwerwiegender als bei Frauen.

Häufig treten die Symptome schubweise auf. Die langsame Verknöcherung der Wirbelgelenke sind nicht der Krankheit Morbus Bechterew direkt geschuldet, sondern der Immunantwort des Körpers auf die chronischen Entzündungsprozesse. Dabei bilden sich besonders im Bereich der Wirbel Knochenbrücken zwischen den einzelnen Wirbeln, was in der Fachsprache Syndesmophytenbildung heißt. Im Röntgenbild ähnelt die Wirbelsäule mit zunehmender Verknöcherung optisch dem Bambus, weshalb dann auch von einer Bambuswirbelsäule gesprochen wird.

Vier Verlaufsstadien bei Morbus Bechterew

Verdachtsstadium

In dieser Anfangsphase, auch Prodromal- oder Verdachtsstadium genannt, zählen vor allem tief sitzende Rückenschmerzen zu den Symptomen. Entzündungsprozesse in der Wirbelsäule setzen ein.

Rückenschmerzen bei Morbus Bechterew
Verknöcherung der Wirbelsäule bei Morbus Bechterew

Versteifung der Wirbelsäule

Diese Phase ist geprägt von einer zunehmenden, nicht umkehrbaren Versteifung eines Abschnittes der Wirbelsäule. Auch ist eine stetige Verknöcherung der Faserringe der Bandscheiben im Lendenwirbelsäulenbereich zu erkennen.

Atembeschwerden

Im dritten Stadium versteifen nicht nur das Kreuzdarmbeingelenk, sondern nach und nach auch die Rippenwirbelgelenke. Damit einher geht eine Einschränkung beim Atmen, da die Brustkorberweiterung beim Einatmen zunehmend reduziert ist. Typisch ist also eine vermehrte Bauchatmung. Die Schmerzen breiten sich außerdem nun auch auf die großen Gelenke aus.

Atembeschwerden bei Morbus Bechterew
Arthritis bei Morbus Bechterew

Vollständige Verknöcherung und Begleitsymptome

In diesem vierten und letzten Stadium verknöchert die Wirbelsäule, auch der Brustkorb und oft auch nahegelegene Gelenke versteifen langsam. Das Kreuzdarmbeingelenk ist nun ebenfalls vollständig verknöchert.

Neben den typischen Rücken- und Gelenkschmerzen sowie der zunehmenden Versteifung der Wirbelgelenke sind weitere Begleiterscheinungen möglich. Dazu zählen:

        • Arthritis in den großen Gelenken
        • Entzündungen von Sehnen- und Muskelansätzen
        • Entzündungen von Knochen-Knorpel-Verbindungen
        • Augen- bzw. Regenbogenhautentzündungen
        • Schuppenflechte
        • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn
        • Osteoporose
        • Herzrhythmusstörungen
        • Aorten-Insuffizienz
        • Lungenfibrose (sehr selten)

Empfehlenswert ist, mögliche Morbus-Bechterew-Symptome bereits früh ernst zu nehmen und beim Arzt abklären zu lassen, ob es sich tatsächlich um diese autoimmunmediierte, entzündliche Krankheit handelt. Selbst wenn nicht, ist eine Veränderung der Lebensgewohnheit empfehlenswert, um Rückenschmerzen zu lindern. Gerade wenn Morbus Bechterew frühzeitig erkannt wird, kann das Fortschreiten der Krankheit sehr lange hinausgezögert werden, sodass ein beinahe normales Leben geführt werden kann. Ausgenommen ist hier der Konsum von Zigaretten und übermäßig viel Alkohol.

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Diagnose von Morbus Bechterew

Die Früherkennung von Morbus Bechterew ist schwierig, da die Symptome meist als normale Rückenschmerzen oder Verspannungen angesehen werden. Aufgehorcht werden sollte allerdings spätestens, dann wenn in der Familie bereits diagnostizierte Morbus-Bechterew-Fälle bekannt sind. Zudem, wenn die Rückenschmerzen lange anhalten, entzündlich sind und vor allem in der Nacht bzw. im Liegen auftreten. Auch bei gleichzeitigen Gelenkentzündungen, Schuppenflechte, entzündlichen Darmerkrankungen, Regenbogenhautentzündung oder Sehnen- bzw. Muskelentzündungen sollte der Gang zum Hausarzt stattfinden. Eine erste Diagnose stellt dieser bereits oder überweist den potenziellen Morbus-Bechterew-Betroffenen direkt zum Rheumatologen.

Anamnese

Bei der Anamnese fokussiert der Arzt den Bereich von Wirbelsäule und nahegelegenen Gelenken und fragt zusätzlich typische Begleitsymptome ab.

Mittels MRT (Magnetresonanztomografie) sind bereits in der Frühphase aktuelle oder abgeklungene Entzündungen im Kreuzdarmbeingelenk und der Wirbelsäule erkennbar.

Beim Röntgen können dagegen für Morbus Bechterew typische Veränderungen im fortgeschrittenen Stadium erkannt werden.

Bei der Anamnese bei Verdacht auf Morbus Bechterew nimmt der Arzt auch Blutproben, um festzustellen, ob erhöhte Entzündungswerte vorliegen. Bei Morbus Bechterew können diese allerdings im Normbereich liegen, weshalb eine Kombination verschiedener Symptome und Begleiterscheinungen nachgewiesen werden muss. Einen wichtigen Hinweis liefert das Vorliegen des Genmarkers HLA-B27.

Menell’scher Test

Weiterhin werden vom Arzt Messungen zur Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie die Brustkorbdehnung und die Körperhaltung gemessen. Dazu zählen unter anderem der Menell’sche Test, bei dem mittels Oberschenkelüberstreckungstest und Druck auf bestimmte Bereiche Schmerzen lokalisiert werden.

In etwa 5 bis 10 % der Fälle chronischer, tief sitzender Rückenschmerzen liegt Morbus Bechterew als Ursache zugrunde, insbesondere, wenn sie vor dem 45. Lebensjahr und vor allem in Ruhelage auftreten.

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Risikofaktoren von Morbus Bechterew

Risikofaktoren, die Morbus Bechterew auslösen können, gibt es – allen voran der Genmarker HLA-B27, der in den meisten Fällen von Morbus Bechterew eine Rolle spielt und als gesicherter Mitauslöser gilt. Doch nicht allein dieser Erbfaktor entscheidet darüber, ob jemand betroffen ist. Eine Vielzahl an noch ungeklärten Umwelteinflüssen ist hier ebenfalls wichtig. Ein erhöhtes Risiko hat jemand, dessen Familiengeschichte bereits Fälle von Morbus Bechterew enthält. Ein Wechselspiel aus Umwelteinflüssen und diesem Genmarker oder anderer Infektionen durch bestimmte Bakterien, die immunmediierte, autoentzündliche Prozesse auslösen können, werden als Auslöser des Teufelskreises Entzündung-Autoimmunabwehr-Entzündung vermutet.

Genetische Faktoren:
  • Genmarker HLA-B27
  • bestätigte Fälle in der Familie

 

Erkrankungen, die Morbus Bechterew begünstigen:
  • bestimmte bakterielle Infektionen, die autoentzündliche Prozesse auslösen

Fragen rund um Morbus Bechterew

Wie häufig ist Morbus Bechterew?

Geschätzt erkranken in Mitteleuropa etwa 0,5 % der Erwachsenen an Morbus Bechterew. Eingeschlossen sind hier unerkannte Fälle, die so mild verlaufen, dass sie nicht diagnostiziert oder erkannt werden. Diagnostizierte Fälle betreffen etwa 0,1 % bis 0,2 % der erwachsenen Bevölkerung. In konkreten Zahlen heißt das für Deutschland: Etwa 350.000 Menschen sind von Morbus Bechterew betroffen, bei lediglich etwa 150.000 davon sind die Beschwerden so ausgeprägt, dass Morbus Bechterew diagnostiziert wurde.

Beeinflusst Morbus Bechterew die Lebenserwartung?

Nein, Morbus Bechterew führt per se nicht zu einer gesenkten Lebenserwartung. Lediglich die Lebensqualität kann zunehmend eingeschränkt werden. Hier spielen weitere Faktoren eine Rolle, die einen Einfluss auf die Gesundheit haben. Durch regelmäßige Kontrollen und daraus folgenden Therapiemaßnahmen mit einer gesunden Ernährung sowie einem angepassten Lebensstil spricht nichts gegen eine normale Lebenserwartung.

Was kann ich selbst tun, um die Beschwerden zu lindern?

Regelmäßige Arztkontrollen sollten genauso dazu gehören wie eine Anpassung des Lebensstils. Zum einen sollten gesundheitsfördernde Lebensmittel konsumiert werden. Übergewicht und Alkohol sollten deutlich reduziert oder am besten ganz vermieden werden. Zigaretten und ähnliches sind bei Morbus-Bechterew-Betroffenen absolut tabu. Eine optimale aufrechte Haltung kann bei einem fortschreitenden Krankheitsverlauf die übermäßige Krümmung der Wirbelsäule verringern.

Wie beeinflusst Morbus Bechterew meine Arbeitsfähigkeit?

Die meisten Berufe können mit der Diagnose Morbus Bechterew fortgeführt werden. Machen sich Beschwerden bemerkbar, hilft es, mit dem Arbeitgeber zu besprechen, inwiefern die Arbeitsabläufe und der Arbeitsplatz entsprechend angepasst werden könnten. Es helfen beispielsweise ergonomisch geformte Arbeitsplätze oder Reha-Maßnahmen. In schweren und sehr fortgeschrittenen Fällen von Morbus Bechterew und in Berufen, die körperlich anstrengend sind, kann eine Umschulung notwendig sein.

Kann ich mit Morbus Bechterew reisen?

Die Reisefähigkeit hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In der Regel können Morbus-Bechterew-Betroffene wie jeder andere auch reisen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass während An- und Abreise sowie Aufenthalt genügend Pausen eingeplant werden, um Zeit zum Bewegen zu haben. Langes Sitzen kann zu Schmerzen führen. Bei kühlpflichtigen Medikamenten ist es sinnvoll, sich vorher beim Reiseveranstalter zu informieren, inwiefern die Kühlkette aufrechterhalten werden kann.

Worauf muss bei einer Schwangerschaft geachtet werden?

Auch hier gilt: Morbus-Bechterew-Betroffene können ganz normal schwanger werden. Eine Schwangerschaft stellt kein besonderes Risiko dar. In den meisten Fällen verläuft auch die Geburt ganz normal. Lediglich in schweren Fällen von Morbus Bechterew mit extremer Unbeweglichkeit der Hüftgelenke und Beckenknochen kann ein Kaiserschnitt unvermeidbar sein. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen. Bei bestimmten Leistungen kann je nach Krankenkasse und Notwendigkeit eine Selbstkostenübernahme anfallen.

Haben Sie Probleme mit Morbus Bechterew?

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Schmerzende Gelenke, geschwollene Glieder und rheumatische Entzündungen sind nur einige Symptome, bei denen Radon Linderung verschaffen kann.

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